So lernt man Hamburg kennen

Pensionierter Lehrer verteilt Esperantobroschüre in über 100 Schulen

Die Stadt. Vierhundertvierzehn Schulen. Wir schreiben das Jahr 2015. Viele Kilometer von der Vorstadt entfernt dringe ich in Stadtteile vor, die ich noch nie zuvor gesehen habe ….

Esperanto ist noch viel zu wenig bekannt. Um das zu ändern, wäre es gut, wenn in unseren Schulen einmal etwas über Esperanto berichtet wird. So ist das Projekt „Eine Schulstunde über Esperanto“ entstanden, das ich mit der Hilfe einiger anderer auf den Weg bringe, wie man auf den Internetseiten von Esperantoland.org nachlesen kann. Die dazu gehörenden Unterrichtsvorschläge habe ich inzwischen in über 100 Schulen in Hamburg persönlich überreicht. So konnte ich sichergestellen, dass zusammen mit der kleinen Broschüre auch gleich noch kurze Erläuterungen bei den Schulen ankommen. Die Anreise erfolgte jeweils per Fahrrad. Es soll aber nicht verschwiegen werden, dass ich für die Fahrt in die Innenstadt jeweils auch S-und U-Bahn genutzt habe. Los ging es im Juni 2015 in der   Gretel-Bergmann-Schule in Neuallermöhe, das 105. Ziel war im November 2015 die Schule Maretstraße in Harburg. Auch als Lehrer im Ruhestand macht es mir immer noch viel Spaß, über die Schulhöfe zu gehen, durch das „Gewusel“ der Schüler. Diese sind, besonders in den Grundschulen, sehr hilfsbereit und wollen mir alle auf einmal den Weg zum Schulbüro zeigen.

Weshalb sollten unsere Schulen das Thema Esperanto aufgreifen?

Esperanto ist eine Sprache, die vor über hundert Jahren speziell für die internationale Verständigung entwickelt wurde – mit besonderem Blick auf klaren Aufbau und leichte Erlernbarkeit. Aus dem Traum, dass alle oder doch die meisten Menschen weltweit Esperanto lernen, ist die Wirklichkeit einer weltumspannenden Sprachgemeinschaft geworden innerhalb der man selbst Esperanto gut nutzen kann – z. B. bei internationalen Veranstaltungen, bei Besuchen anderer Esperanto-Sprecher, für die Korrespondenz (heute meist per Email), für das Lesen von Büchern u.v.a.m.. Im Internet hat sich dieses schon „herumgesprochen“. Bei Duolingo z.B. sind derzeit über 160.000 Personen für den Esperanto-Kurs angemeldet, täglich kommen tausend weitere hinzu (Stand Mitte Okt. 2015).

Die Bedeutung des Thema Sprachen für unsere Gesellschaft wird immer wichtiger. Hier leistet Esperanto einen wertvollen Beitrag, da die Beschäftigung mit Esperanto sich positiv auf das Erlernen weiterer Sprachen auswirkt. Dazu passt in diesem Zusammenhang sehr gut der Name eines britischen Esperanto-Schulprojektes: „Springboard to Languages“ (Sprungbrett für Sprachen).

Zudem fördert Esperanto die internationale Kommunikation auf einer neutralen Grundlage, wobei das Erlernen anderer Fremdsprachen natürlich weiterhin wichtig bleibt. Mit Esperantokenntnissen besitzt man aber auf diesem Feld eine effektive Ergänzung.

Wer Lust hat, sich an der Aktion, auch in anderen Städten, zu beteiligen, ist herzlich eingeladen!

Hamburg, 9. November 2015

Klaus Friese <friese(at)esperanto-hamburg.de>

 

P.S.: Wer sich für die 410 Schulen interessiert, findet sie hier

 



 

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